Augenärzte Dr. Michael Rödinger, Dr. Barbara Reck, Dr. Birigt Orth, Stuttgart West

Heidelberger Retinatomograph, HRT

Bei Veränderungen des Sehnerven werden Präzisionsvermessung des Sehnerven mit dem Heidelberger Retinatomograph (HRT) empfohlen zur Früherkennung und Verlaufskontrolle.

Diese Untersuchung mit dem HRT ist besonders sinnvoll bei Patienten mit

  • Glaukom (grüner Star)
  • Glaukom-Erkrankung in der Familie
  • auffälliger Exkavation (Aushöhlung) des Sehnervenkopfes
  • Veränderungen der Form des Sehnervenkopfes
  • Okulärer Hypertension (erhöhter Augeninnendruck ohne Sehnerv Veränderungen)
Die Untersuchung (Bilder mit freundlicher Genehmigung von Heidelberg Engineering)

Der Sehnervenkopf (Papille) kann mit dem HRT sehr genau und objektiv vermessen werden. Am Sehnerv entstehen die irreversiblen Schäden des Glaukoms (grüner Star). Wir empfehlen die Messung mit dem HRT, um bei der Glaukom-Diagnostik und Therapie eine wertvolle Ergänzung zu den Standarduntersuchungen zu erlangen. Wegen der viel genaueren Beurteilung von Veränderungen am Sehnerv als mit herkömmlichen Methoden stellt diese Messung einen großen Fortschritt und eine wesentliche Verbesserung in der Behandlung dar. Ein Glaukom (grüner Star) kann damit besser diagnostiziert und therapiert werden. In der Verlaufskontrolle können Veränderungen besser erkannt werden.

Wie funktioniert die Untersuchung?

Eine Laser-Kamera erstellt dreidimensionale Bilder vom Sehnervenkopf und ein Computer wertet die ca. 147.000 Messpunkte aus. Sehnerv und Netzhaut werden dabei nicht belastet. Die Ergebnisse der Messung werden gespeichert und können so mit späteren Messungen computergestützt quantitativ verglichen werden. Damit können schon geringe Veränderungen sichtbar gemacht werden.

Die Tomographie ist schmerzlos und ungefährlich und dauert ca. 10 Minuten

Die Aufnahmen werden mit völlig ungefährlichen Laserstrahlen durchgeführt, eine Beeinträchtigung des Sehens findet nicht statt. Die Mess-Ergebnisse werden dann von uns individuell (d.h. unter Berücksichtigung aller klinischer Befunde) beurteilt und mit Ihnen besprochen.

Wie oft sollte die Papillentomographie
durchgeführt werden?

Durch die Untersuchung erhält man Informationen, ob der Sehnervenkopf momentan noch normal oder krankhaft verändert ist. Wenn nicht der Verdacht einer schnellen Verschlechterung besteht, reicht meist eine Kontrolle nach ca. 1-2 Jahren aus, um zu beurteilen, ob eine Therapie nötig ist oder eine bestehende Therapie umgestellt werden muss. Die Abstände der Messungen werden individuell festgelegt. Bei einem Arzt-Wechsel sollten die Original-Messdaten unbedingt mitgenommen werden! (Sprechen Sie uns ggf. darauf an.)

HRT ist kein Ersatz für Gesichtsfelduntersuchung und Augendruckmessung

Bei der Gesichtsfelduntersuchung wird die Funktion des Sehnerven überprüft. Bei der HRT-Messung wird eine genaue Aufnahme der Beschaffenheit des Sehnervenkopfes gemacht (Morphologie). Es werden also zusätzliche Informationen gewonnen. Die HRT-Messung stellt eine wichtige Ergänzung der augenärztlichen Untersuchung dar. Sie ist nur in Zusammenhang mit der augenärztlichen Untersuchung sinnvoll!