Augenärzte Dr. Michael Rödinger, Dr. Barbara Reck, Dr. Birigt Orth, Stuttgart West
Untersuchungseinheit Cohärenztomographie (OCT) - Bild mit freundlicher Genehmigung TOPCO

Optische Cohärenztomographie, OCT

Viele Erkrankungen des Augenhintergrundes gehen mit einer Veränderung der mehrschichtigen Netzhaut einher.
Mit der optischen Coheränztomographie (OCT) können mikroskopisch kleine Details der Netzhautschichten dargestellt werden. Damit eröffnet sich eine neue Dimension in der Diagnostik und Verlaufskontrolle.

Makuladegeneration

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) kommt es zu Veränderungen der Netzhautmitte. Bei der feuchten Maculadegeneration wird die Netzhaut dicker (Ödem, Wassereinlagerung). Mit der OCT kann diese Veränderung bereits im Frühstadium gemessen werden.
Es ist unbestritten, dass die Prognose der feuchten Maculadegeneration durch eine frühzeitige Therapie (IVOM) deutlich verbessert wird.

Glaukom (grüner Star)

Beim Glaukom entsteht ein schleichender und schmerzfreier Verlust von Nervenfasern. Dadurch entsteht ein irreversibler Gesichtsfeldausfall. Allerdings erst wenn ein Großteil der Nervenfasern verloren ist!
Mit der OCT kann bereits im Frühstadium die Abnahme der Nervenfaserschicht festgestellt werden. Damit kann eine Therapie früher und mit deutlich besserer Prognose eingeleitet werden.

Diabetische Retinopathie

Bei dieser Erkrankung kann es neben einer Durchblutungsstörung zu einer Flüssigkeitseinlagerung in die Netzhaut kommen. Mit der OCT können Veränderungen der einzelnen Netzhautschichten im mikroskopischen Bereich erkannt werden. Dadurch werden weitere therapeutische Entscheidungen deutlich verbessert.

Andere Netzhauterkrankungen

Macula-Pucker (epiretinale Fibrose, Zellophanmakula), Maculaforamen, Venenthrombose der Netzhaut, zystoides Maculaödem, Retinitis centralis serosa (RCS).....

Bei vielen Erkrankungen der Netzhautmitte liefert die OCT wichtige Informationen. Diagnostik und therapeutische Entscheidungen werden deutlich verbessert!

Hintergrundinformation zur Optischen
Cohärenztomographie (OCT)

Die Dicke der mehrschichtigen Netzhaut im hinteren Augenabschnitt kann mit den bisherigen, herkömmlichen Verfahren nicht gemessen werden. Durch die Optische Kohärenztomographie (OCT)-Technik ist dies aber heutzutage in einer kurzen Untersuchungszeit völlig unschädlich und ohne Berührung des Auges möglich. Durch die OCT-Untersuchung gelingt eine exakte Darstellung der verschiedenen Schichten der Netzhaut im mikroskopischen Bereich.

Das hohe Auflösungsvermögen machen die OCT für viele Erkrankungen der Netzhaut und des Sehnervs zu einer wichtigen diagnostischen Methode. Die Methode belastet den Patienten nicht. Bei den häufigsten Ursachen für die Verschlechterung der Sehfähigkeit ist hiermit eine exakte Diagnostik und Verlaufskontrolle möglich.