Augenärzte Dr. Michael Rödinger, Dr. Barbara Reck, Dr. Birigt Orth, Stuttgart West

Früherkennung der altersbezogenen Makuladegeneration, AMD

Die AMD (altersbedingte Maculadegeneration), zu deren Risikofaktoren auch Rauchen und Bluthochdruck gehören, ist eine der häufigsten Ursachen für einen schweren Sehverlust im Alter.

Früherkennung kann Sehfähigkeit erhalten

Je früher die AMD erkannt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, sie aufzuhalten. Die AMD wird in eine "trockene AMD" und "feuchte AMD" eingeteilt.  Die Prognose einer feuchten AMD wird durch die Applikation spezieller Medikament in das Auge (IVOM) erheblich verbessert. Mit der optischen Coheränztomographie (OCT) kann die Diagnose bereits in einem sehr frühen Stadium gestellt werden. Je früher mit der Therapie (IVOM) begonnen wird, desto besser ist die Prognose.

Bei einer AMD-Früherkennungsuntersuchung wird durch die gezielte Untersuchung des Augenhintergrundes festgestellt, ob Veränderungen in der Netzhaut vorliegen. Dafür ist es notwendig, Ihre Pupille weit zu stellen.  Im Anschluss werden Sie für ein paar Stunden unscharf sehen, so dass Sie nicht selbst mit Ihrem Auto nach Hause fahren können. Bei einem Verdacht kann ggf. die optische Coheränztomographie (OCT) in unserer Praxis durchgeführt werden.

Vorsorgeuntersuchung ab dem 60. Lebensjahr

Da jeder Vierte der über 65-Jährigen von verschiedenen Stadien der AMD betroffen ist, empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte (BVA), ab dem 60. Lebensjahr eine Früherkennungsuntersuchung im Rhythmus von zwei Jahren durchzuführen. Netzhaut-Veränderungen können so sehr viel früher erkannt werden, was sich positiv auf die Erhaltung Ihrer Sehfähigkeit auswirkt.

Krankheitsverlauf - AMD

Bei dieser Erkrankung werden die Sinneszellen der Netzhaut im Bereich des schärfsten Sehens, der Makula, allmählich zerstört. Anzeichen einer beginnenden schweren Verlaufsform können sich schon im Alltag bemerkbar machen: Gerade Linien wie z. B. die Badezimmerkacheln erscheinen plötzlich verzerrt und gebogen.

Im späteren Stadium der Krankheit erscheint ein grauer Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes. Dieser kann sich soweit ausbreiten, dass die Gesichtszüge des Gegenübers nicht mehr erkannt werden – im schlimmsten Fall bleibt nur das äußere Gesichtsfeld erhalten, so dass Lesen, Fernsehen oder Autofahren vielleicht nicht mehr möglich sind. Es besteht die Gefahr, dass ein Großteil der Selbständigkeit im Alltag verloren geht.

Die AMD verursacht keine Schmerzen. Meist ist anfangs nur ein Auge betroffen, was dazu führt, dass das gesunde Auge die fehlende Sehleistung ausgleicht. Dadurch fallen Einschränkungen im Sehvermögen oft zu spät auf und die Erkrankung wird erst bemerkt, wenn auch das zweite Auge betroffen ist. Bereits entstandene Schäden sind dann nicht mehr rückgängig zu machen.