Augenärzte Dr. Michael Rödinger, Dr. Barbara Reck, Dr. Birigt Orth, Stuttgart West

Laserbehandlung bei Netzhautlöchern, Retinopexie

Laser-Behandlung von Risikofaktoren, die zur Netzhautablösung führen können.

Was ist die Netzhaut (Retina)?

Die Netzhaut liegt im hinteren Teil des Auges. Sie wandelt das Bild in Nervenimpulse um, die zum Gehirn weitergeleitet werden. Ohne die Netzhaut ist das Auge blind. Da die Netzhaut nicht an der hinteren Augenwand angewachsen ist, können Löcher oder andere Verletzungen zur Netzhautablösung führen. Bei einer Netzhautablösung sterben die Sinneszellen nach wenigen Tagen ab, so daß auch nach einer erfolgreichen Operation der Netzhautablösung oft keine volle Sehschärfe mehr erreicht wird.

Wieso müssen Netzhautlöcher behandelt werden ?

Ein Netzhautloch kann zu einer Netzhautablösung führen, da durch das Loch Flüssigkeit aus dem Augeninnern unter die Netzhaut fließen kann. Durch das Lasern werden die Lochränder mit der darunter liegenden Schicht vernarbt. Nach wenigen Tagen sind diese Narben so stabil, daß keine Flüssigkeit mehr unter die Netzhaut fließen kann. Dadurch wird das Risiko einer späteren Netzhautablösung drastisch reduziert. Eine 100%ige Gewähr, dass es nicht trotzdem zur Netzhautablösung kommt, gibt es allerdings leider nicht.

Wie geht die Behandlung vor sich ?

Die Behandlung erfolgt in einer Untersuchungseinheit, wie Sie es von der üblichen Augenuntersuchung her gewohnt sind.

Die Pupille des betroffenen Auges wird mit Tropfen erweitert und die Augenoberfläche betäubt. Durch ein aufgesetztes Kontaktglas wird die defekte Netzhautstelle aufgesucht und dann die Laserbehandlung durchgeführt.. Das Plazieren der Lasereffekte rund um das Loch herum ist meist unangenehm spürbar.

Welche Komplikationen können auftreten ?

Selten kann es zu Blutungen in die Netzhaut oder in den Glaskörper kommen, die sich aber meist von alleine wieder auflösen.

Das Risiko einer Netzhautablösung wird durch die Behandlung zwar reduziert, eine Ablösung ist aber nicht ausgeschlossen.

An der Stelle des besten Sehens der Netzhaut kann es auch nach Monaten noch zu einer Gewebsbildung (sog. epiretinale Makulafibrose) kommen, deren Ursache heute noch nicht ganz klar ist und die das Sehen reduzieren kann. (Dies kann auch als Folge des Loches ohne Laserbehandlung auftreten).

Bei einer versehentlichen Laserkoagulation der Netzhautmitte kann es zu einer erheblichen Sehverschlechterung kommen.