Augenärzte Dr. Michael Rödinger, Dr. Barbara Reck, Dr. Birigt Orth, Stuttgart West

Laser-Therapie zur Verminderung des Glaukom-Anfall Risikos, Eng-Winkel-Glaukom

Was ist ein Glaukomanfall?

Bei Augen, bei denen der Abstand zwischen Hornhautrückfläche und Regenbogenhaut sehr gering ist, kann der Augeninnendruck von normalen Werten innerhalb kurzer Zeit auf sehr hohe Werte ansteigen. Dies ist schmerzhaft und stellt eine Notfallsituation dar. Es kann dabei auch zu bleibenden Schäden kommen. Typische Symptome sind:

Schmerzen, rotes Auge, einseitig weite Pupille, reduzierte Sehschärfe, beim Betrachten von Lichtquellen werden oft farbige Ringe um die Lichquelle wahrgenommen.

Bei diesen Symptomen muss sofort ein Augenarzt aufgesucht werden.

Das Risiko kann durch eine spezielle Laserbehandlung deutlich reduziert werden. Mit Hilfe von Laserstrahlen kann am Rande der Iris eine kleine Öffnung geschaffen werden. Diese Öffnung verbessert die Zirkulation der Flüssigkeit (Kammerwasser) im Augeninnern und ein Glaukomanfall ist nahezu ausgeschlossen.

Wie geht die Behandlung vor sich ?

Die Behandlung erfolgt an einer Untersuchungseinheit, wie Sie es von der üblichen Augenuntersuchung her gewohnt sind. Das betroffene Auge wird mit Tropfen betäubt. Durch ein aufgesetztes Kontaktglas wird mit dem Laser eine kleine Öffnung (kleiner als 1mm) in der Regenbogenhaut erzeugt. Der Moment der Lasereinwirkung ist sehr kurz und etwas schmerzhaft. Die Behandlung dauert ca. 5-10 Minuten.

Gibt es andere Behandlungsmethoden?

Mit Augentropfen, die die Pupillen verengen wird ein ähnlicher Effekt erreicht. Allerdings führen diese Tropfen zur Sehverschlechterung bei schlechten Lichtverhältnissen und haben auf Dauer auch unerwünschte Nebenwirkungen.
Mit einer chirurgischen Operation kann auch eine Öffnung in der Regenbogenhaut geschaffen werden.


Welche Komplikationen können auftreten?

Nach der Behandlung sehen Sie evtl. etwas verschwommen, doch verschwindet dies in der Regel bis zum folgenden Morgen wieder vollständig.

Es kann zu einem vorübergehenden Anstieg des Augendrucks kommen. Sehr selten entwickelt sich eine bleibende Erhöhung, die sogar eine Operation zur Senkung des Augendrucks notwendig machen kann.

Selten entsteht eine Entzündung im Augeninnern, die unter einer vorübergehenden antientzündlichen Tropfentherapie in der Regel aber rasch wieder abklingt.

Blutungen aus den Irisgefässen sind häufig, aber harmlos und können das Sehen vorübergehend verschleiern.

Die Öffnung kann sich in seltenen Fällen wieder verschließen, so daß auch weiterhin Kontrollen beim Augenarzt durchgeführt werden müssen.

Sehr selten kann es zu erhöhter Blendempfindlichkeit oder Linsentrübungen kommen.